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Central Kalahari Game Reserve (2016)

Mit dem Dachzelt in der Kalahari.

Central Kalahari Game Reserve

Das CKGR ist  das zweitgrößte Wildreservat der Erde und mit 52 800 kmgrößer als  Dänemark. Es liegt in Botswana, inmitten der Kalahari. Das Land ist überwiegend flach, mit Büschen, Gras, Sanddünen und großen Bäumen. Viele der Flussläufe sind zu Salztonebenen versteinert. Vier versteinerte Flüsse durchziehen das Reservat.

Der Park beheimatet schwarzmähnige Kalaharilöwen, Giraffen, Schabrackenhyänen, Warzenschweine, Geparden, Wildhunde, Leoparden, Streifengnus, Elenantilopen, Spießböcke, Kudus und rote Kuhantilopen.

Die San-Völker bewohnten das Gebiet seit langer Zeit als nomadische Jäger. In den frühen 1980er Jahren wurden Diamanten im Reservat entdeckt. In drei großen Räumungen 1997 - 2005 wurden die San aus dem Reservat vertrieben. Sie lebten fortan in Umsiedlungslagern außerhalb des Reservats. Im teuersten Rechtsstreit in der Geschichte des Landes, wurde den San 2006 das Recht zugesprochen, auf ihr angestammtes Land zurückzukehren. 

Die Regierung Botswanas erschwerten den San jedoch den Zugang zu sauberem Wasser, sodass sie weite Wege zurücklegen mussten, um an Trinkwasser zu gelangen. Nach weiteren Verhandlungen wurde ihnen im Januar 2011 in einem historischen Urteil endlich das Recht auf Wasser zugesprochen.

 

Deception Camp (15.9.2016)

Die Einfahrt in den Park ist überwältigend. Nach der Dürre der letzten 200 km haben wir dies nicht erwartet. Die Graspfanne leuchtet kilometerweit in hellem Goldgelb. Bis zum Zeltplatz sind es noch 50 km. Mit Hilfe der GPS-Koordinaten und einigen Detours finden wir unseren Platz im Deception Valley. Die anderen fünf Plätze im Umkreis von 500 m sind nicht besetzt. Der nächste Mensch ist mindestens 50 km entfernt.

Kaum haben wir eingeparkt, werden wir von einer Großfamilie Red-billed Spurfowls (eine Art Rebhühner) laut begrüßt und belästigt. Stühle, Grillpfanne und Zeltplane werden sofort okkupiert. Sie begleiten Klaus sogar aufs Klo. Wir locken sie mit einer Schüssel Wasser weg und genießen bei Vollmond die unendliche Weite und den südlichen Sternenhimmel. An allen Campsites werden wir darüber hinaus fast immer vom Yellow Billed Hornbill (Toko) und Streifenhörnchen besucht. Die Hörnchen haben ganze Flächen mit ihren ausgedehnten Höhlensystemen durchzogen. Das Wiesel sahen wir nur hier. Sabine posiert vor einem besonders eindrucksvollen Termitenbau.

 

Passarge Camp (16.9.2016)

Die riesigen, fast baum- und buschlosen und tellerebenen Graspfannen bieten die besten Möglichkeiten zur Tierbeobachtung.

Heute wollen wir an einigen dieser Pfannen entlangfahren und uns langsam zu unserem Tagesziel der Passarge-Pan durchschlagen.

In der Tau-Pan sichten wir zum ersten Mal eine große Ansammlung von Wildtieren in einer Pfanne. Im Morgenlicht einfach atemberaubend. Klaus erblickt eine Person, die sich in einiger Entfernung unter den Schirmakazien bewegt. Durch das Fernglas stellt es sich als Safariauto von Kwando Safaris raus, die die Tau Lodge (450 €/Nacht) betreiben. Wir fahren direkt hin, schließlich weiß man nie, weshalb die dort anhalten. Der Guide Ian lädt uns ein, ihm und seiner asiatischen Reisegruppe zu folgen und führt uns zu einer Gruppe von Löwenmännchen, die wir ohne Hilfe nie gefunden hätten.

Bei der Weiterfahrt verlieren wir kurzfristig die Piste und finden nur mit Hilfe von GPS und einigen Fehlversuchen wieder auf den „rechten Weg“.

Wir treffen an diesem Tag noch auf ein weiteres Auto. Zwei Schweizer, die auf der Nachbarcampsite (21 km entfernt) nächtigen. Sie laden uns für den nächsten Morgen zum Kaffee ein, was wir gern annehmen.

Beim abendlichen Blog-Schreiben schreit Sabine auf. Ein Erdhörnchen hat den lackierten Zehennagel wohl für eine Nuss gehalten und reingebissen. Tut ganz schön weh!!

 

Sunday Camp (17.9.2016)

Die Nacht war angenehm, es wird erst am Morgen wieder kalt und sehr windig. Keine Tierspuren im Sand; nur die Erdmännchen bewachen uns.

Auf der Weiterfahrt zur Sunday Pan stoppen wir bei unseren neuen Nachbarn Iris und Peter aus Bern, zwei erfahrenen Afrikafahrern, die seit 1973 den Kontinent bereisen.

Am frühen Nachmittag erreichen wir die Campsite 3 in der Sunday Pan. Super ist der kurze Weg zum Wasserloch. Gut platziert unter einem Baum harren wir der Dinge die da kommen. Außer uns treiben sich bereits eine Menge Tiere herum.

Hier noch einige Fotos:

Die ersten Giraffen auf diesem Trip. Zum ersten Mal überhaupt haben wir Löffelhunde (Bat-eared fox) gesehen. Und zum Schluss noch einen Blick auf die sanitären Anlagen im Sunday Camp, die sich positiv von den vorherigen abheben (natürlich ohne Wasseranschluss).

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