A+ R A-

Southern Australia (2017)

  • Hauptkategorie: ROOT
  • Kategorie: Australien3
  • Zuletzt aktualisiert: Samstag, 03. April 2021 22:04
  • Veröffentlicht: Sonntag, 12. Februar 2017 14:58
  • Geschrieben von Administrator
  • Zugriffe: 1708
  • 12 Feb
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Seelöwen, Koalas, Hahndorf, Wein

Seafood und Seelöwen

Shally Beach ist der definitiv beste Caravan Park bisher. Wir ergattern einen Stellplatz auf den Dünen mit freier Sicht auf den Strand. Leider windet es sehr und wir können nicht draußen sitzen.

Die Dame am Empfang hat uns bei der Ankunft direkt mit Material sowie Reisetipps versorgt und uns die Eyre Peninsula ans Herz gelegt. Die Halbinsel ist neben seinen Stränden bekannt als Paradies für Fisch- und Meeresfrüchteliebhaber. An der Westküste reihen sich Austernfarmen an Fischfarmen und Muschelzuchtbetriebe. Jeder einheimische Camper besitzt ein Boot, mit dem er sich ganz seiner Leidenschaft des Fischens hingeben kann.

Ausschlaggebender Punkt für uns ist, aufgrund der fehlenden Angelausrüstung, die Aussicht auf eine Seelöwenkolonie am Point Labatt.

Vorher holen wir noch unsere Nullabor Links-Zertifikate im Tourismusbüro ab. Wie gewohnt werden wir äußerst freundlich bedient und in ein lockeres Gespräch verwickelt. Noch ein paar Broschüren der Umgebung eingesteckt, dann los.

Nach entspannten 150 km erreichen wir Streaky Bay. Wir halten Ausschau nach einem kleinen Fischsnack, doch alle Läden haben geschlossen. Zum Glück hatten wir vor der Abfahrt noch den Kühlschrank gefüllt.

Zur Seelöwenkolonie sind es 42km. Wir geben Point Labatt ins Navi ein, doch es erscheint keine Strecke. Stattdessen kommt die bereits bekannte Meldung „Strecke nicht möglich, unbefestigte Straße“

Die 42km sind Gravelroad und Britz erlaubt nur 12 km ungeteerte Straße bis zu einem Campingplatz. Sollen wir uns die Seelöwen entgehen lassen? Nein! Wir ändern zuerst die Einstelllungen, entschließen uns aber dann das Navi auszuschalten.

Das Navi ist eines der besonderen Art. Das Modell TomTom Bridge ist eine Mischung aus Navi und Tablet. Man kann (falls Internet vorhanden) direkt per Touchscreen Unterkünfte und Tourismus- Angebote buchen, seine Buchungsdetails einsehen und alles rund ums Campen mit Hilfe der App Campermate abrufen. Zur Not lässt es sich auch als Hotspot verwenden.

Was macht es aber im Hintergrund? Zeichnet es die Route auf oder sendet es unerlaubtes Gelände an die Vermietung? Wir wissen es nicht. Fakt ist, das Befahren von unbefestigten Straßen wird von der Verleihfirma mit 300 $ geahndet. Wir werden sehen.

Wir fahren zum Point Labatt und es lohnt sich!!!

Austernbänke oder lieber Koalas – ein Zeitproblem

Heute ist also der Tag der Austernbänke und der Tour durch die Aquakulturen der Fischindustrie. Die Fahrt entlang an der SA Seafood Frontier soll nicht nur dem lukullischen Genuss sondern auch dem Wissenszuwachs dienen.

Nach dem späten Check-in gestern Abend müssen wir nur noch bezahlen und dann die Tour im Tourismusbüro buchen.

Pünktlich um 9:30 Uhr stehe ich im Büro und übergebe die 30$ in bar; kein weiterer Papierkram, alles easy. Die Rundtour mit Fischverkostung startet um 11:00, d.h. wir haben noch eine Stunde Zeit, um gemütlich durch das quirlige Städtchen zu bummeln.

Im Tourismusbüro informieren wir uns am schwarzen Brett noch über die weiteren Angebote der Umgebung, entscheiden uns nur für die Bootstour und ggf. für die „wilden“ Koalas. Schließlich wollen wir heute Abend rechtzeitig in Port Augusta (380km) sein, um endlich wieder die Golfschläger (auf einem ansprechenden Golfplatz) zu schwingen.

Kurzer Blick aufs Handy, 10:00 Uhr. Ich gehe zum Schalter und frage freundlich, ob wir uns noch für die Fischtour einbuchen könnten. Mein Gegenüber schaut etwas irritiert und meint, heute wär das Boot schon weg aber für morgen könnten wir gerne buchen. Wie, weg? Sie deutet auf die Uhr, es ist 11:30 Uhr.

Müll...schallendes Gelächter, hier kommt Licht ins Dunkel,unsere Uhr zeigt noch Eucla-Time; inzwischen sind wir aber in der Adelaide-Zeitzone gelandet.

Wir hatten die Automatik ausgeschaltet, weil das Handy sich immer wieder mit Perth-Zeit eingewählt hatte und nicht auf Eucla blieb. Die Uhr im Auto zeigt eh noch die alte Zeit und das Navi konnte sich durch den Nullabor nicht entscheiden, deshalb vertrauen wir dieser Uhr gar nicht mehr.

Langsam klärt sich alles. Die Uhr in der Rezeption von Shallybeach zeigte 21:00 Uhr als ich die Login-Daten fürs Internet holte, das Handy 19:30 Uhr. Abendessen gab es also um 23:00 Uhr. Die lange Öffnungszeit des Büros (bisher 6 pm, hier 9 pm) ist keine besondere Dienstleistung sondern der neuen Zeitzone geschuldet.

Die Restaurants in Streaky Bay konnten zur Lunchzeit nicht geöffnet sein, denn es war bereits später Nachmittag.

Der Campingplatzbesitzer wollte uns keinen Stellplatz mehr anbieten, weil es bereits 21:00 Uhr war und er nicht vor Ort wohnte.

Nein, in Port Lincoln gehen die Leute nicht schon um 20:00 Uhr ins Bett (der Campingplatz war dunkel als wir ankamen) und nein, die Fischer gehen nicht schon um 5:00 Uhr zum Fischen.

Wir beide sind heute sehr ausgeschlafen und kommen gerade von unserem ersten unerwarteten Brunch im „Fresh Fish Place“.

Die Fischtour holen wir nach und den Koalas begegnen wir sicherlich noch öfter. Auf geht’s nach Port Augusta.

P.S. Es lebe die Weltzeituhr meines Handys, auf der ich alle Orte der Reise zu Beginn eingetragen habe. Da es aber kaum Internet gibt, benutze ich es recht selten. Und... es ist völlig egal.

 

Barossa Valley - Golf und Wein

Die grobe Fahrtrichtung war klar, wir müssen nach Adelaide. Wir lassen die Golfplätze entscheiden und steuern direkt den Sandy Creek Golfclub an. 380km von Port Augusta entfernt und direkt in den Adelaide Hills gelegen; passt perfekt.

Gegen 11:30 Uhr, nach erfolgreichen Verhandlungen mit dem Pro bezüglich Greenfee, schlagen wir ab. Die zeitgleich an Loch 18 ankommenden älteren Damen sind entsetzt: „It will be very hot today, are you starting now?“ Kein Problem, das Thermometer bleibt unter 40 Grad und der Platz spielt sich toll.

Klaus ergattert noch ein Poloshirt und um 16:00 Uhr sind wir Richtung Tanunda unterwegs.

Wir wollen im „Herzen“ des Barossa Valleys übernachten. Der Campingplatz liegt perfekt am „Stadt“-Rand, sodass wir am Abend zu Fuß die Umgebung erkunden können.

Die Uhr zeigt 20:15 Uhr und es ist exakt ein Restaurant geöffnet, immerhin. Wir nutzen den Fußweg um die Fotomotive für den nächsten Tag zu sondieren; Bewegung schadet ja nichts.

Auf Empfehlung des Pros schlagen wir um 9:00 im Tanunda Pines Golfclub ab. Er liegt um die Ecke und ermöglicht uns ein ausgiebiges Nachmittagsprogramm in die Umgebung.

Wie am Vortag sind wir auf dem Platz unter uns, so können wir seelenruhig Bälle im Eukalyptus- und Piniendickicht suchen. Wir wurden vorgewarnt, die Bahnen seien sehr schmal...

Drei Kilometer entfernt kehren wir bei der Winery Jacob's Creek ein. Ein neues und architektonisch ansprechendes Gebäude mit angrenzendem Garten lädt zum Winetasting und ins Restaurant ein. Der Ablauf gleicht dem im Südafrika, man wählt ein Tasting (je nach Qualitätsstufe), bezahlt und erhält vom Personal zu jedem Wein die entsprechenden Informationen. Die angebotenen Weine rangieren preislich zwischen 15 und 120 AUD. Wir wählen das Heritage Tasting für 10 AUD und dürfen als Abschluss einen Shiraz für 80 AUD verkosten. Nicht schlecht! Die Fahrt geht weiter entlang der Weinstraße durch die Weinberge des Barossa Valley, vorbei an blumenreichen Vorgärten und schnuckligen Häuschen.

Als nächstes steuern wir Penfolds in Nunriootpa an. Von außen eher unscheinbar, teilt sich das Luxusweingut die Räume mit einer Kaffeerösterei und einem Restaurant. Wir sind die einzigen Nichtasiaten im Verkostungsraum, in dem die billigste Flasche 25 und die teuerste 900 AUD (Grange 2010, Jubileumsedition) kostet. (Die Magnumflaschen Grange sind ohne Preisschild)

Die Damen hinter der Theke sind umwerfend freundlich. Sie erklären uns den Ablauf und lassen uns von der Weinliste wählen. Wir erfahren, dass eine der Damen Verwandtschaft in Bayreuth hat.

Es ist unbeschreiblich, die Weine sind echt der Hammer. Zum Schluss noch einen Tawney (Portwein)(„tasts like christmaspudding“) und als es ans Bezahlen geht, erfahren wir, dass wir spontan eingeladen waren. Na dann...

 

Hahndorf – Deutschland, Deutschland überall

Bevor wir unser Quartier auf dem sensationellen Hahndorf BIG4-Holiday-Ressort beziehen, klingeln wir noch bei Carola Sanders in der Churchstreet. Carola ist die Cousine von Winfried Gerlinger aus Rieschweiler und in zweiter Generation in Australien. Er hatte uns die Adresse gegeben. Bei einer Tasse Kaffee informiert sie uns über das Leben in Hahndorf und wir erfahren nebenbei noch, dass sie auch Verwandtschaft in Zweibrücken-Ixheim hat. Im April wird sie zu Besuch kommen. Sie ist Rentnerin und reist viel und gerne, wie ihre Fotobücher belegen.

Der Campingplatz, bietet neben einem Pool mit zwei Becken, einem Entertainment Centre mit Tischtennisplatte (die wir fleißig nutzen), sogar ein angegliedertes Restaurant und allerlei sonstigen Schnickschnack. Die angebotenen Ferienhäuser sind sehr schön und Freitag Abend ist alles ausgebucht. Viele Familien mit Kindern scheinen sich hier zu einem Ausflugswochenende einzufinden.

Unser kleiner Camper ist auf den Supermarkt-Parkplätzen wegen seiner Größe immer leicht zu finden. Auf den Campingplätzen wirkt unser Fahrzeug eher wie ein Kleinwagen, neben den teilweise monströsen Gefährten der Profis. Hier sehen wir das bisher größte Teil. Eine Art Bus mit Garage und Fiat 500 Abart. Die Besitzer, eine hübsche Blonde und ein kahlgeschorener Mann im Bodyguart-Format fahren morgens noch die Hantelbank aus und trainieren fleißig.

Die deutschen, bzw. preußischen Wurzeln sind in Hahndorf (1800 Einw.) unübersehbar. Die Gebäude (ab 1839) im Ortskern sind sehr schön restauriert und geben einen guten Eindruck über Hahndorf in der Gründerzeit. Abends ist im „German Arms“ Schnitzeltag, den wir uns nicht entgehen lassen. Mein erstes Schnitzel seit langer Zeit und wahrscheinlich auch mein letztes.

Cleeland Wildlife Park - endlich Tiere

Der Wetterbericht meldet wieder einen Wetterumschwung. Plan B: kein Golfen, dafür mehr Sightseeing, das sich bei zu schlechtem Wetter auch leicht aussetzen lässt. Wir besuchen den Cleeland Wildlife Park in den Bergen, etwa eine halbe Stunde von Hahndorf entfernt. Dort treffen wir endlich die Tiere, auf die wir gespannt waren und die sich bis jetzt erfolgreich vor uns verborgen hatten. Schlangen, die außer einigen Phytons alle giftig sind, sind gefahrlos in Terrarien zu sehen. Kängurus fressen Sabine aus der Hand (nicht nur ich!) und Koalabären können gestreichelt werden. Sie sollen ja ein ziemlich kleines Hirn haben. Dafür (oder gerade deshalb?) fristen sie ihr Dasein ohne erkennbare Anzeichen von Stress oder Burnout.

Wombats sehen wir nur in ihren unterirdischen Höhlen durch eine Glasscheibe. Es war ihnen einfach zu kalt (15 Grad). Den scheuen Tasmanischen Teufel, den wir vielleicht in Tasmanien noch einmal in freier Wildbahn sehen, lässt sich ebenfalls kurz blicken.

Auf dem Rückweg nach Hahndorf legen wir noch einen Stopp bei der „Pransing Pony“-Hausbrauerei ein. Größenmäßig vergleichbar mit Kuchems in Pirmasens. Sie brauen unterschiedliche „Craft-Beers“ von hell bis dunkel, von stark bis light und haben mit einer Sorte den Weltmeistertitel gewonnen. Wir gönnen uns eine 6er-Probe und galloppieren leicht beschwingt zurück nach Hahndorf.

Adelaide – unerwartete Events

Adelaide, Hauptstadt von South Australia, liegt nur eine halbe Fahrstunde von Hahndorf entfernt und ist über den Freeway schnell erreicht. Die Unterkunft für 2 Tage im "Adelaide Shore BIG4-Holiday-Ressort", haben wir bereits von Hahndorf aus gebucht. Die Parks gehören der gleichen Kette an und das Weiterbuchen ist im Service inbegriffen.

Den anvisierten Golfplatz Royal Adelaide können wir nicht spielen. Dort findet gerade die Australian Open der Damen statt. Es sind auch deutsche Teilnehmerinnen (u.a. Sandra Gal, Caroline Masson) am Start. Als wir zuschauen schiebt sich Gal von Platz 61 auf 30 vor. Deshalb lassen wir uns ein Autogramm geben.Am besten gefällt uns die dänische Nachwuchshoffnung Nanna Madsen (22), die sich Platz 3 erkämpft. Der Publikumszuspruch ist für ein Damenturnier gut, aber nicht vergleichbar mit dem Hype beim Solheim-Cup. Hier geht alles sehr entspannt zu. Als Souvenir gönnen wir uns je ein Logo-Polo. Im Nachhinein erfuhren wir, dass man diesen Platz nur spielen kann, wenn man von einem Mitglied eingeladen ist und vorher einen Antrag stellt. Das Greenfee von 265$ hätte die Spielfreude eh minimiert.

In Adelaide findet zur Zeit das Fringe-Festival statt. Eine Woche lang wird Kulturelles und Künstlerisches angeboten. Das „Fringe“ ist das zweitgrößte Festival der Welt. Am Samstagabend wird in der Innenstadt eine "Parade" (Umzug) veranstaltet, den wir uns nicht entgehen lassen. Schließlich ist Fastnachtszeit! Da braucht es einen Umzug. Beginn ist 20:30 Uhr. Demzufolge bringen die Umzugsgruppen viel Lichteffekte ins Spiel. Die Zuschauer, in Menge mit Mainz oder Köln vergleichbar, weisen im Vergleich zu den Vorgenannten im Schnitt einen deutlich geringeren Alkoholpegel auf.

Mount Gambier – malerische Seen in den Bergen

Von Adelaide fahren wir Richtung Melbourne, wobei wir natürlich den kleine Umweg über die weltberühmte „Great Ocean Road“ nehmen werden. Auf dem Weg dahin legen wir eine kurze Rast an einem trockenen Salzsee ein, bevor wir in den Adelaide Hills in Mount Gambier übernachten. Mount Gambier ist tatsächlich die zweitgrößte Stadt in South Australia. Sie hat zwar nur rund 25 000 Einwohner aber immerhin 2 Golfplätze. Einer ist direkt am „Blue Lake Caravan Park“, der zweite, der „Mount Gambier Golf Club“ war einmal unter den Top 50 Australiens zu finden. Der bequemlichkeit halber wollten wir den „schlechteren“ Platz spielen. Dort fand ein 9-Loch-Turnier statt, also fuhren wir zum „besseren“ Platz. Wir haben es nicht bereut: Freundliche Rundumbetreuung, nette Gespräche und ein ausgesprochen ansprechender Platz in hügeligem Gelände. Die Fairways gesäumt von alten Bäumen voller Papageien. Die Gegend um Mount Gambier (französischer Ursprung!) ist vulkanischen Ursprungs und weist dadurch (ähnlich wie in der Eifel) Seen und Einbrüche (sink holes) auf. Das bekannteste sink hole liegt mitten in der Stadt, wurde in den 60ern als Mülldeponie zweckentfremdet, wieder freigeräumt und mit Pflanzen versehen. Schaut euch die Fotos an. Sehr beeindruckend. Direkt neben dem Caravan Park liegt der „Blue Lake“, ein See vulkanischen Ursprungs (wie ein Eifel-Maar). Er ist mit 75 m recht tief und sein Wasser strahlt im Sommer tiefblau. Es gibt verschiedene Theorien, warum das so ist. Da sich die Experten nicht einig sind, brauche ich mich auch nicht festzulegen. Trotzdem ein herrlicher Anblick.

 

Port Fairy – die lebenswerteste Gemeinde der Welt

Der Beginn der „Great Ocean Road“ ist das malerische Städchen Port Fairy. Die heute 2900 Einwohner zählende Gemeinde wurde 1833 als Wal- und Robbenfängerstadt gegründet. Sie liegt sowohl am Meer, als auch an einem Fluss. Typisch sind die alten „Blue-Stone“-Häuser, aus großen Natursteinen. Neben einem malerischen Bootshafen gibt es (für uns wichtig) einen Links-Golf-Course, der in den australischen Top-50 rangiert. Obwohl ein Turnier stattfindet, werden wir dazwischen geschoben und die Spieler vor und hinter uns sind nicht sauer! (nachahmenswert ?), sondern ausgesprochen freundlich.

Vielleicht ist das mit ein Grund, dass Port Fairy 2012 zur „lebenswertesten Gemeinde der Welt“ gewählt wurde.

 

Wer findet die 12 Apostel?

Von Port Campbell, unserer 2. Übernachtungsstation an der „Great Ocean Road“, machen wir uns auf zur kultigsten Sehenswürdigkeit, den 12 Aposteln im Port „Campbell National Park“. Die Felsnadeln (Brandungspfeiler) ragen spektakulär aus dem Meer.

Allerdings haben auch wir es nicht geschafft 12 Apostel zu zählen: Es sind nämlich nur noch 7 und es waren auch noch nie 12. Früher hieß die Sehenswürdigkeit „sow and piglets“, bis ein cleverer Marketingmensch in den 60er Jahren auf den biblisch angehauchten Namen verfiel, um die Attraktivität für Touristen zu steigern. Da gemeinhin von 12 Aposteln ausgegangen wird, hat man das großzügig übernommen. Das hat zur Folge, dass Horden von Touristen (hauptsächlich Asiaten) fast schon verzweifelt versuchen die 12 Apostel zu finden.

Auch wenn es nur 7 sind, gut anzusehen sind sie allemal.

Außerdem sehen wir uns noch „Loch Ard Gorge“, „The Grotto“, „London Bridge“, „Bay of Martyrs“ und „Razor Back“ an. Bizarre Felsformationen, die den Aposteln kaum nachstehen, aber nicht ganz so überlaufen sind.(nicht von allen haben wir Fotos eingestellt)

Melba Gully State Park

Auf der Weiterfahrt windet sich die Straße in teilweise abenteuerlichen Serpentinen vom Meer weg in das dahinterliegende Bergland. Im „Melba Gully State Park“ wandern wir durch absolut phantastischen Regenwald mit Baumfarnen und bis zu 60 m hohen Bäumen. Ein Wahnsinnskontrast zur Küstenlandschaft.

 

Anglesea – Städtchen an Fluss und Meer

Nach weiteren kurzen Abstechern in den Regenwald windet sich eine kurvenreiche Straße mit spektakulären Aussichten auf die Sand- und Felsküsten an der Küste entlang bis zum Küstenort Anglesea, wo wir unser Nachtlager aufschlagen und am Folgetag die Knochen bei einem Golfspiel durchschütteln. Das gute Seafood-Angebot im Supermarkt nutzen wir für eine leckere Paella. Der "Holiday-Park", einer der größten bisher, liegt schön zwischen Meer und Flussmündung.

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.