Sumatra (2017)

Dschungeltrecking zu Orang-Utans, Rafting, Rollerfahren

In Sumatra wollen wir Orang-Utans im Dschungel besuchen.

Indonesien ist bezüglich Fläche und Einwohnerzahl der größte Staat Südostasiens, der weltgrößte Inselstaat sowie mit etwa 255 Millionen Einwohnern die viertbevölkerungsreichste Nation der Welt. Die Hauptinseln sind Sumatra, Java, Borneo, Sulawesi und Neuguinea. Indonesien erstreckt sich in west-östlicher Ausdehnung über 5114 km.

Sumatra ist flächenmäßig die zweitgrößte der 17.508 Inseln Indonesiens. Mit 55 Millionen Menschen beherbergt sie ein Viertel der Einwohner.

Leidenschaft für Land und Leute, faire Preise gepaart mit gutem Service und die Ablehnung von massentouristischen Ansätzen: Dafür steht Sumatra EcoTravel, Vermittler für umweltverträgliche Aktiv- und Abenteuer-Reisen im Norden Sumatras. Wir gestalten für unsere Gäste maßgeschneiderte Urlaubstage, ohne das Wohlbefinden von Menschen und Tieren in dieser Region sowie den Schutz des Gunung Leuser National Parks, der Heimat der letzten Sumatra Orangutans, aus den Augen zu verlieren.

In Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und Dorfbewohnern bietet EcoTravel Bukit Lawang als Veranstalter vor Ort ausgewählte Outdoor-Aktivitäten für Individualreisende und Kleingruppen: von Dschungel-Trekking und Wildwasser-Rafting über Höhlenwanderungen und Vulkanbesteigungen bis hin zu Elefantenreiten im Ökotourismus-Ort Tangkahan. Benefiz-Touren in Dörfer rund um Bukit Lawang und Berastagi unterstützen Einheimische und bieten tiefe Einblicke in das traditionelle Leben von christlichen Batak und Moslems in Sumatra. Auf der Insel Samosir am berühmten Toba-See, dem kulturellem Zentrum Sumatras, und auf Pulau Weh, einem Mekka für Taucher und Schnorchler, steht Erholung im Mittelpunkt der Sumatra Reise.

Der Großteil der Touren hebt sich ab vom touristischen Massenstandard und präsentiert das "echte" Sumatra. Wählen Sie aus EcoTravel's beliebten Reise-Paketen oder stellen Sie sich Ihre persönliche Reiseroute aus einer Kombination unserer Pakete mit weiteren individuellen TourenUnterkünften und Transporten zusammen! Wir lieben es, unseren Gästen einen maßgeschneiderten Sumatra Urlaub zu gestalten - vom Toba-See im Osten bis nach Pulau Weh im Westen, für "Flashpacker" oder High-Budget-Reisende, für Gäste 60+ oder Familien, für Aktivreisende oder Faulenzer, vorgeplant oder mit Freiraum für spontane Entscheidungen.

 

This Sumatra EcoTravel package shows you all the highlights of Northern Sumatra in just one week! It combines the adventures of jungle trekking in the Gunung Leuser National Park with a visit to the famous elephants in Tangkahan and the experience of the traditional Batak culture at Lake Toba, the world's greatest crater lake. En route you will stop at beautiful spots in the Karo Highlands - amongst them are the fruit market in Berastagi, a traditional Batak Karo village and the water falls of Sipiso-Piso. 

Package includes:

  • DAY 01: Pickup by air-con taxi from your Medan hotel (3 hours) or from Kuala Namu Airport (5 hours) and transport to Bukit Lawangincluding driver, petrol & porter. Check in to your hotel in Bukit Lawang: EcoTravel CottagesJungle View Room, bathroom with western toilet and hot water shower, fan, balcony with jungle/river view, breakfast
  • DAY 02/03: "Overnight Jungle Adventure" (2-day tour): 2-day trek in the Gunung Leuser National Park1 night on a campsite in the jungle
, stop at the old orangutan feeding platform area & traditional tube rafting down the Bohorok River back to Bukit Lawang after trekking: includes English speaking guides, porter, rafting skipper, cook, all food and drinking water while trekking
, all equipment (tent, mattress, sleeping bag, mosquito net, tubes, safety jackets). Starts at 8:30 am. After trekking stay another night in Bukit Lawang: EcoTravel Cottages, Jungle View Room, bathroom with western toilet and hot water shower, fan, balcony with jungle/river view, breakfast
  • DAY 04: "Tangkahan Adventure" (1-day tour): Memorable tour by air-con taxi to the hidden jungle village of Tangkahan, famous for its Sumatran elephants: includes English speaking guide, driver, petrol, all permits, voucher for washing elephants up to 1 hour in the Buluh River operated by CRU/LPT Tangkahan, lunch and soft drink, Mahout (CRU/LPT). Starts at 09:00 am. Stay another night in Bukit Lawang: EcoTravel Cottages, Jungle View Room, bathroom with western toilet and hot water shower, fan, balcony with jungle/river view, breakfast
  • DAY 05: Overland transport by air-con taxi from Bukit Lawang to Lake Toba (9 hours): On the way you stop at several places in the Karo Highlands: the famous fruit market in Berastagi, a traditional Batak Karo village and the Sipiso-Piso waterfall: includes driver, petrol, all entrance fees on the way, boat tickets (one way!) from Parapat harbour to Samosir Island. Starts at 07:00 am. Check in to your hotel on Samosir Island: Tabo Cottages, Batak Villa, bathroom with western toilet and hot water shower, fan, balcony with garden/lake view, breakfast
  • DAY 06: Spend your day winding down on Samosir Island swimming, relaxing and just enjoying the beautiful scenery or why not try and explore the island? Don't miss a traditional Batak dance at the cultural center in Simanindo and the historic Batak king's residence at Ambarita. Our partner Tabo Cottages will love to organize tours around Lake Toba, if required. You can also rent a motorbike and travel around by yourself. Stay one more night on Samosir Island: Tabo Cottages, Batak Villa, bathroom 

Ankunft in Medan

Pünktlich um 19:10 Ortszeit landen wir in Medan und werden vom Fahrdienst schon erwartet. Beim Bargeldziehen am ATM verschätzen wir uns etwas Es gibt nur 50 000-er Scheine (ca. 3,2€). Entsprechend dick ist das Bündel an Geldscheinen. Da es in Bukit Lavang keine Geldautomaten und keine Kreditkartenzahlung gibt, stellen wir im Hotel fest, dass wir nicht genügend Bargeld haben. Nach dem Frühstück zieht Sabine los, um einen ATM zu suchen.

Unser Hotel liegt schön im Grünen, außerhalb der 5 Millionen-Stadt. Vom Airport eine Stunde Fahrzeit.

Leider haben wir noch das Ende der Regenzeit erwischt. Pünktlich um 20:00 beginnt es zu gewittern und regnet die ganze Nacht durch. Heute morgen beim Frühstück (viel frisches Obst, Süßkartoffelkuchen, Toast, Samozas, Ei, mit einer Nussmischung gefüllte Dampfnudeln) (so wird das nichts mit dem Abnehmen.) ist es trocken aber natürlich sehr schwül. Ab heute mittag soll es wieder regnen und gewittern. Wir werden uns daran gewöhnen.

Das Personal ist unheimlich freundlich und hilfsbereit. Man muss sich aber daran gewöhnen, dass es Verständigungsschwierigkeiten gibt. Englisch ist hier schließlich nicht Muttersprache.

Erfreulich, obwohl die Küche bereits geschlossen war, haben wir gestern anstandslos noch ein Abendessen bekommen.

Eines der Fotos zeigt einen Besucher (Besucherin?) aus unserem Terassenstuhl.

 

Dschungeltrecking, ein "once in a Life"- Erlebnis

Das Highlight der ersten Woche, wenn nicht sogar der ganzen Indonesien-Tour, ist zweifelsfrei das 2-tägige Dschungeltrecking. Von unserer Super-Unterkunft Sumatra EcoTravel (mehr davon in einem späteren Artikel) brechen wir mit 8 Personen (eine englische Familie mit 12jährigem Kind, ein Paar aus Holland, Michaela aus Schweden und wir) und 3 Führern in den Dschungel des Leuser-Nationalparks auf, um unter anderem Orang-Utans zu finden. Jeder muss sein Gepäck für die 2 Tage selbst tragen. Wir beschränken uns natürlich auf das absolut Notwendigste. Ein Zugeständnis an mich als Alterspräsident: einer der Führer trägt meinen Schlafsack.

Nach ungefähr 45 Minuten durch Gummibaumplantagen, wo uns Anton, unser Chef-Guide, die Arbeitsabläufe der Kautschuk-Gewinnung schön erklärt, erreichen wir den Dschungel. Die Regenwälder Indonesiens in den gut zugänglichen Gebieten sind in den vergangenen Jahrhunderten restlos abgeholzt worden, um Plantagen anlegen zu können. Nur die steilen, nur schwer zugänglichen Flächen wurden verschont und irgendwann zu Nationalparks erklärt.

 

Es geht auf schmalsten Pfaden ständig bergauf und bergab. Der Schweiß fließt. Auf Anraten der Guides tragen wir lange Hosen und Hemden und sind gut eingesprüht, so dass die zahlreichen Moskitos weitgehend leer ausgehen. Wir kriechen und klettern durch den Wald, immer Ausschau haltend nach den großen roten Affen. Entdeckt werden sie eigentlich immer von den Guides, ausschließlich Weibchen mit Jungtieren. Die vor Jahren ausgewilderten Tiere lassen uns sehr nah herankommen. Füttern streng verboten. Eines der Tiere (Mina) ist dazu übergegangen von Zeit zu Zeit einen Touristen gefangen zu nehmen und nur gegen entsprechende Futtergaben wieder freizulassen. Bei uns passiert nichts derartiges. Die Guides führen uns großräumig um Mina herum. Paviangroße Pigtail-Makakken und Horden von kleineren Makakken tauchen regelmäíg auf. 2 wilde Pfauen und schillernde Schmetterlinge runden das Spektrum ab. Die letzte Stunde der Wanderung ist grenzwertig. Schuhe bleiben im Schlamm stecken, Sabine legt sich zweimal ab, Blutergüsse und blutende Wunden von messerscharfen Dornen bei den anderen Teilnehmern erfordern kurze Behandlungen. Es wird so steil, dass zur Sicherung ein Seil gespannt wird. Ich bleibe, außer einer kleinen Dornenwunde, unversehrt, weil Anton ganz besonders auf „Papa“ achtet.

Nach 8 Stunden kommen wir im Lager am Fluss an, wo leider kein kaltes Bier wartet. Ein Tee aus wildem Ingwer muss es auch tun. Das frisch zubereitete Abendessen entschädigt uns für vieles. Mit Anbruch der Dunkelheit bin ich froh ins Zelt kriechen zu können.

Die Fotos sind leider etwas durcheinander geraten, sorry.

 

Höllenritt in wilder Gischt

6 Uhr, vor dem Zelt steht Hermann (Koch, Tubing-Chef, gute Seele) und winkt. Suma, die alte Oranguntan-Dame und ihre Tochter hängen bzw, sitzen direkt in unserem Camp. Was für ein Anblick. Während Sumi sich durch die Äste schwingt, sitzt ihre Mutter auf dem Küchendach und beobachtet das Geschehen. Dank ihrer Ausdauer können wir frühstücken, unsere Sachen Packen, Mittag essen und immer wieder Fotos aus verschiedenen Perspektiven machen. Ein genialer und einzigartiger Vormittag: Um uns der Dschungel mit seinen Geräuschen, unzähligen Makaken und die Orangs.


Dann wird es ernst. Der Regen des Vortages hat den Wasserspiegel enorm angehoben und der Fluss donnert laut und gewaltig ins Tal. Wir sind gespannt. Inzwischen sind auf der anderen Flussseite Träger mit den Reifen und Schwimmwesten angekommen. Einzeln hangeln sie sich an der Felswand entlang um dann mit der Strömung ans andere Ufer zu gelangen. Die Reifen sollen Mithilfe eines Seils durch den Fluss gezogen werden. Sechs Männer stehen an unserer Seite bereit um die Reifen gegen die Strömung zu ziehen. Der erste Seilwurf klappt sofort, die Jungs ziehen und das Seil reißt. Ich sehe uns schon mit letzten Kräften durch den Dschungel kriechen aber ein aufmerksamer Träger konnte das Seilende greifen und die Reifen festhalten, uff.


Während wir essen, bauen die Jungs das Camp ab und verpacken unsere Rucksäcke. Noch kurz zur Dschungeltoilette, dann gibt Anton die Schwimmwesten aus und erteilt letzte Instruktionen. Damit wir nicht gleich in die Felsen stürzen, werden die Reifen etwas oberhalb des Camps eingesetzt. Von hier lässt sich die Strömung besser ausnutzen.


Klaus, Felicia, Mischio und ich sitzen im Schlauchgebinde von Hermann, das ist sehr gut. Ein Kommando, ein Sprung auf den vordersten Reifen, dann geht der Höllenritt los.


Hermann gibt wie wild Kommandos, in die Welle rechts, abgefangen von der Strömung links, Wasser volle Breitseite. Felsen, Steine, alles wird umschifft. Die Jungs sind echt gut. Selbst Klaus hat sich seinem Schicksal ergeben und genießt die nasse Abwechslung. Dann ein Schrei, unser Lenker hat seinen Stock verloren, wir müssen sofort anhalten. Die Sandbank kommt gerade recht und im Treibholz findet unser Lenker auch einen Ersatz.


Die letzten Meter sind dann relativ entspannend und wir genießen einfach das kalte tobende Wasser. genial!

Später erfahren wir, dass andere Gruppen das tubing abgesagt hatten. Es erschien ihnen zu gefährlich. Lächerlich!

Fotos von der Fahrt konnten wir nicht machen, weil die Fotoausrüstung wasserdicht verpackt aufs Floß geschnallt war. Es gibt aber ein GOPRO-Video, das wir aber momentan nicht hochladen können.

 

Wiedersehen mit Thomas

Mein Sohn Thomas hatte sich, als wir ihm bei der Rückkehr von Australien von unseren weiteren Plänen erzählten, kurz entschlossen, sich anzuschließen. Leider waren Flug und Dschungeltour ausgebucht. Er flog später, buchte eine eintägige Dschungeltour, während wir bei den Elefanten waren und ist jetzt bis Java mit von der Partie. Die Leute von ECO-Travel haben sich super bemüht eine Lösung zu finden, so dass er allein mit einem Führer auf Tour gehen konnte. Durch das viele Hin- und Her hatte er bereits bei seiner Ankunft einen gewissen Bekanntheitsgrad im Viertel. Wenn wir noch einmal zu planen hätten, würden wir einige Tage länger bei Ecotravel bleiben. Wir haben uns dort super wohlgefühlt, wurden toll betreut. Einfach schön.

 

 

Besuch bei den Elefanten

Heute geht es mit zwei Autos (angeblich 4x4 ?) zur Elefanten-Auffangstation nach Tangkahan. Sowohl bei Tripadvisor als auch in unserer Gruppe wird das Tagesziel im Vorfeld bereits stark diskutiert.
Die Fahrt zum Dorf gestaltet sich recht abenteuerlich. Die Straße ist in einem katastrophalen Zustand. Wenige Asphaltstücke, die eigentlich aus Schlaglöchern bestehen. Schotterstücke mit Gesteinsbrocken und Schlammstrecken. Der Fahrer hat Mühe allen Schlaglöchern aus dem Weg zu gehen. Die Idee auf dem Hinweg ein paar Zeilen für den Blog zu schreiben verflüchtigt sich sehr schnell. Unterwegs halten wir mehrmals an, um die Ausmaße der Palmölplantagen zu bestaunen, die übrigens alle einer malayischen Firma gehören und auf 50 Jahre gepachtet sind.
Nach dem Mitagessen gibt´s eine kleine Erfrischung im Fluss inkl. heißer Quelle. Danach gehts direkt zu den Elefanten. 

 

Die ganze Gruppe verzichtet auf das Elefantenreiten und begibt sich direkt zum Waschplatz an den Fluss. Dort sind inzwischen alle Elefanten incl. dreier Jungtiere angekommen. Die Mahouts zeigen zuerst einige Kunststückchen, dann werden die Bürsten ausgeteilt und jeder kann einen Elefanten schrubben. Anschließend gibt es noch ein paar Bananen zum verfüttern. Das wars. Die Mahouts reiten die Elefanten zur Futterstelle, dort dürfen sie dann noch etwas arbeiten.

Die indonesische Regierung hat angebeblich die sehr schlecht behandelten Arbeitselefanten aus den Palmölplantagen freigekauft und der Auffangstation geschenkt. Die Finanzierung des Projekts liegt jetzt alleine in der Hand der Auffangstation...

Inzwischen ist es 16:45. Wenn der Heimweg so lange dauert wie der Hinweg ( 3 Stunden für vielleicht 50 km) wirds eng.
Zum Glück fahren die Jeeps von "eldertours" voraus und wir können folgen. Der Straßenzustand hat sich nicht gebessert, sondern ist durch den Nachmittagsregen noch schlimmer geworden. 
Dann ist es passiert. Ein Fahrzeug vor uns schafft den schlammigen Anstieg nicht. Die Räder drehen durch und weitere 5 Versuche scheitern. Anton, unser Fahrer und zwei aus unserer Gruppe eilen zu Hilfe. Sie schaffen den Wagen nach oben. Inzwischen sind wir auch ausgestiegen. Klaus filmt, die Frauen gehen zu Fuß die Steigung hoch. Unser Fahrer braucht nur einen Versuch, er hat den Allrad zugeschaltet. Unser zweites Auto scheitert. Zum Glück kommt ein kleiner Daihatsu, hängt das Auto an sein Abschleppseil und zeiht es hoch. Inzwischen haben sich einige LKW und Motorräder an der Engstelle versammelt. Endlich mal was los!

 Entspannung am Lake Toba

Laut Plan erwarten uns heute 9 Stunden Fahrt. Zuerst geht es wieder zurück nach Medan, dann in die Berge. Wir quälen uns 4 Stunden durch das Verkehrschaos der Großstadt bis wir endlich auf dem Weg in die Berge sind. Unser Fahrer liebt zügiges Fahren und riskante Überholmanöver, so dass es uns nicht langweilig wird. In Berastagi, der Reis- und Gemüsekammer Nordsumatras (Vulkan Sinabung), besuchen wir den Obstmarkt und werden Zeuge einer Karfreitagsprozession, die im Gegensatz zu unseren recht geräuschvoll abläuft. 

Bis zur Fähre stoppen wir noch an diversen Wasserfällen und Batak-Häusern. Tatsächlich erreichen wir die Fähre erst nach 9,5 Stunden.

Unsere Unterkunft in Tuk-Tuk ist nur wenige Minuten von der Fähre entfernt. Wir checken ein und lassen den Tag gemütlich bei „Fisch in Sambalsoße“ und einem Bintang im tollen Garten am See ausklingen.

 Kindheitstraum

Mit dem Motorroller um die Insel; ein Highlight im touristischen Angebot.

Das ist die Gelegenheit für Thomas und mich. Natürlich warnt der Reiseführer vor den 125cc Maschinen und im Werbeflyer der Vermietung steht fett „ohne Versicherung“. Immerhin gibt es einen Helm und Klaus besorgt für uns alle (Mikaela ist auch dabei) Roller mit Automatik, d. h. Erik der Vermieter hat keine Roller vor Ort, sondern führt mehrere Telefonate. Innerhalb weniger Minuten kommen vier Roller angefahren.

Erik erklärt kurz die Bedienung, dann sollen wir eine kleine Proberunde drehen. Klaus fährt als erster, schließlich kennt er das aus Jugendzeiten. Dann bin ich dran.

Ich wähle den Helm mit den Bärchen, sieht immerhin von außen ganz nett aus. Dann auf den Roller. Starten klappt, Ständer, Bremse, Anlasser aller okay. Das Handgas dreht sich leicht, das Gefährt reagiert prompt. Geradeaus ist einfach, doch das Wendemanöver auf der Straße erfordert doch etwas Konzentration. „Slowly, slowly“ und „Don't forget – driving on the left side“ sind die Ratschläge, die uns mit auf den Weg gegeben werden.

Slowly starten wir unsere Ausfahrt ins Grüne. Die ersten Kilometer fahre ich mit voller Konzentration. Es gilt Blinker, Hupe und das Fahrverhalten der anderen Verkehrsteilnehmer zu taxieren. Klaus ist völlig entspannt. Man kann förmlich sehen, wie er die Fahrt und die Beschleunigungsphasen genießt.

Mit jedem Kilometer werden wir sicherer. Thomas hat ein paar Probleme mit seiner Hinterradbremse, sonst funktioniert aber alles. Wir cruisen durch die Landschaft zwischen Reisfeldern, Kirchen, Tempeln, vielen Motorrollern und Autos.

Nach ca. 45 km, kurz vor Pangururan drehen wir um. Da wir den gleichen Weg zurück fahren, kennen wir inzwischen alle Schlaglöcher und die interessanten Fotomotive. Leider hatten wir die große Kamera im Zimmer gelassen und das Handy war inzwischen stromlos. Zum Glück ist Mikaela mit allem ausgestattet.

Kurz vor Tuk-Tuk machen wir noch eine kleine Kaffeepause, dann fahre ich zielsicher zu Erik in den Hof. Er ist erleichtert alle heil (besonders die Roller) wieder zu sehen.

Vielleicht ergibt sich die Chance auf Bali noch einmal; wäre super.

Zur Feier des Tages lassen wir den Abend in Roy's Pub ausklingen. Es gibt Livemusik und viele gut gelaunte Menschen, die ausgelassen tanzen.

Lake Toba, es hat sich gelohnt.